JABs (Jugendauslandsberater/innen) sind Schüler/innen, die ihre Mitschüler/innen über Auslandsprogramme für Jugendliche informieren (Schulaufenthalte, Workcamps, Au-apir, ...). An ihren Schulen sind sie Ansprechpartner/innen, bieten einen Infostützpunkt an oder machen selbstständig Angebote im Rahmen des Jugendbegleiterprogramms. In einer zweitägigen Schulung, die für die Jugendlichen kostenlos ist, bekommen die JABs das für ihre Beratungen notwenige Wissen.

JABs - Jugendauslandsberater

Viele Jugendliche sammeln heute ihre ersten Auslandserfahrungen im Rahmen der Schule. Die Mehrzahl der weiterführenden Schulen hat Kontakte zu Partnerschulen im Ausland, mit denen sie internationale Begegnungen organisieren. Diese Angebote erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Dass es aber auch außerhalb des schulischen Rahmens ein großes Angebot an Auslandsprogrammen im nicht-kommerziellen Bereich gibt, ist Jugendlichen häufig nicht bekannt.

Deswegen informiert Jugendbildung International (JuBi), inzwischen schon seit über zehn Jahren, all diejenigen, die im benachbarten Ausland oder auf einem anderen Kontinent etwas lernen wollen oder sich sozial bzw. ökologisch engagieren wollen. JuBi ist eine Einrichtung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und hat den Auftrag Jugendliche objektiv und kompetent zu beraten. Angebote macht JuBi den Jugendlichen nicht, sondern stellt nur die Informationen bereit, die sie brauchen, um einen geeigneten Platz in einem Auslandsprogramm zu finden. Dies erfolgt über die Internetplattform www.international.jugendnetz.de, die in laufend aktualisierter Form den Überblick über alle Programme gibt. Aber auch auf Messen und an Schulen ist JuBi regelmäßig mit Infoständen und Vorträgen präsent. 

Die Erfahrung in der langjährigen Beratertätigkeit hat gezeigt, dass das Interesse am Thema Ausland stetig wächst und dass der Informationsbedarf bei Jugendlichen ungebrochen ist. Obwohl es ein umfangreiches Angebot zu dem Thema gibt, dringen die Informationen nicht genügend zu den Jugendlichen durch. Diesen Missstand soll das JAB-Projekt beheben, indem es die Informationen dorthin bringt, wo Jugendliche einen Großteil ihrer Zeit verbringen: an die Schulen. Die Konzeption des Jugendauslandsberaters verfolgt den peer-to-peer-Ansatz, da Jugendliche als Berater auf Gleichaltrige authentischer wirken, vor allem, wenn sie bereits selber einige Zeit im Ausland verbracht haben. Die Hemmschwelle, eine Beratung in Anspruch zu nehmen, entfällt und das Gespräch findet in einem informellen, lockeren Rahmen statt. 

Die JAB-Schulung dauert zwei Tage und liefert einen Überblick über Auslandsprogramme für Jugendliche. Aufgelockert wird das Seminar durch Spiele und praktische Übungen rund um das Thema Iternationales/Interkulturelles. Zur Vorbereitung auf die Tätigkeit an der eigenen Schule machen die Jugendlichen umfangreiche Internetrecherchen und üben die Beraterrolle in Simulationen. Diese Übungen werden ausgewertet, wobei die Jugendlichen viele Tipps bekommen, so dass sie ihre Kompetenzen verbessern können. 

Sowohl die Teilnahme am Seminar als auch die Tätigkeit als JAB wird für die Jugendlichen zertifiziert Mit zwei verschiedenen Formblättern werden die Aktivitäten im Qualipass nachgewiesen. In der Bescheinigung über die Teilnahme an der Schulung findet sich eine Auflistung der vermittelten Inhalte, zur Bescheinigung der Tätigkeit an der Schule gehört die Beschreibung und Beurteilung der Aufgaben der JABs.


Infolink zu den JAB-Seminaren für Jugendliche

 

Termine für die JAB-Seminare in 2017:


Fr. 7. und Sa. 8. Juli - Bad Liebenzell - Online Anmeldeformular!
Fr. 13. und Sa. 14. Oktober - Bad Liebenzell (Anmeldung nach den Sommerferien möglich)
Fr. 10. und Sa. 11. Oktober - Wiesneck bei Freiburg (Anmeldung nach den Sommerferien möglich)

Interessent/innen wenden sich bitte an:
Gerhard Keppeler, keppeler@jugendstiftung.de

 Die Anmeldung ist jeweils ca. 2 Monate vor dem Termin möglich.


Bildquellen

  • JABs - © pinky_moemox / www.jugendfotos.de